... Veranstaltungen heute, gestern und vorgestern.

Segen geht immer

Konfi-Freizeit online

In der Corona-Pandemie heißt es kreativ sein. So fand am letzten Januar-Wochenende die Konfirmanden-Freizeit der Region Mitte nicht wie geplant in einer Jugendherberge statt, sondern vor allem im virtuellen Raum.

Eigentlich plante die Region Süd mit den Kirchengemeinden Jona, Mundenheim und Süd das letzte "Konfi"-Wochenende in der Jugendherberge in Neustadt. Später dachten die Verantwortlichen an ein Wochenende mit Übernachten in der Kirche. Aber auch das ging nicht. So überlegten die Pfarrerinnen Kerstin Bartels, Birgit Kiefer und Barbara Schipper, wie sie das gemeinsame Erlebnis doch noch auf die Beine stellen konnten - mit Hygiene- und Abstandregeln. Die Lösung hieß wie gerade oft: Internet. Aber nicht nur. Ein Teil spielte sich für die Konfirmand*innen auch ganz analog ab.

Rüstzeug in einem Beutel

Das Rüstzeug für das Wochenende bekamen die rund 30 Jugendlichen in einem Beutel. Den konnten sie unter Einhalten der Hygienebedingen abholen oder die Pfarrerinnen brachten ihn zu ihnen. Die Beutel waren gefüllt mit Segenstexten, Straßenmalkreide, Liedblatt, einer Kuscheldecke als Zeichen für Gottes Segen, der wie ein wärmender Mantel ist, einer Kerze für den Gottesdienst sowie Traubensaft und Toastbrot fürs Abendmahl.

In der Online-Freizeit stand das Thema Segen im Mittelpunkt. Die Video-Sitzungen am Freitag und Samstag wechselten mit Aktionen. So fragten die Konfirmand*innen bei anderen nach, was Segen für diejenigen bedeutet. Normalerweise war dies als Straßenumfrage geplant – jetzt holten die Mädchen und Jungen die Antworten am Telefon ein. Außerdem bekamen sie die Aufgaben, Segenswünsche mit der Kreide auf die Straße zu malen und zu fotografieren. Die Ergebnisse aus den Aktionen flossen in einen Online-Gottesdienst ein. Hier erhielten die Pfarrerinnen Unterstützung von Gemeindediakon Johannes Sinn, Michael Hacker-Heller, Christiane Runge und Jugendreferentin Alana Brescanovic.

Kerstin Bartels ist begeistert vom Online-Gottesdienst: "Es war toll", sagt sie. "Wir haben nicht damit gerechnet, dass die Familien auch teilnehmen." Auch die Rückmeldungen von den Familien seien sehr positiv.


Die "Konfis" schrieben Segenssprüche auf Straße. Fotos: frei

Gelungene Premiere, aber auch Wehmut

In die Begeisterung über die gelungene Online-Premiere mischt sich Wehmut. Mit dem Online-Wochenende konnten nicht alle Konfirmand*innen erreicht werden. Manche Familien verfügen nicht über ausreichend Geräte oder eine gute Internetverbindung, meint Kerstin Bartels. Das Online-Wochenende sei ein guter Ersatz für die Freizeit – aber nicht gleichwertig. Für die jungen Menschen, die Teamleiterinnen und Teamleiter und die Hauptamtlichen seien die Freizeiten ganz entscheidend, erklärt die Pfarrerin. Sie würden das Gemeinschaftsgefühl stärken und den Zusammenhalt. An die Freizeiten in einer Jugendherberge erinnerten sich alle später. "Das wird ihnen fehlen", meint die Pfarrerin. Was fehlt sei auch das Ungeplante, das Spontane, das Überraschende – für Kerstin Bartels "das eigentlich Wichtige".

Auswirkungen auf Jugendarbeit 

Dass sich alle nur online sehen konnten, hat weitere Nachteile. Normalerweise dienen Freizeiten auch dazu, angehende Betreuer*innen einzubeziehen und zu schulen. Das sind bereits Konfirmierte, die wiederum den Nachwuchs begleiten. Diese Kette in der Jugendarbeit behindert Corona. Es werde Abbrüche geben, meint Kerstin Bartels. Sie, Barbara Schipper und Birgit Kiefer hoffen, die Freizeit mit Präsenztreffen in den kommenden Monaten wenigstens ein wenig nachzuholen mit einem Kinoabend oder gemütlichen Stunden am Lagerfeuer.

Sie hoffen auch, dass die Konfirmationsgottesdienste gemeinsam in der Kirche gefeiert werden können. Vorausschauend sind die Termine bereits von März, April auf den Frühsommer verschoben. yvw

 

Was ist Segen? Wo hast du Segen schon mal erfahren? - Antworten, die die Konfirmand*innen eingeholt haben (Auswahl)

Segen ist, behütet sein von Gott.

Segen ist Erleichterung, Freiheit, Frieden finden.

Segen ist, wenn Gott bei einem ist, wenn Energie von Glauben weitergegeben wird, wenn einem Mensch Gutes für Herz und Seele zugesprochen wird.

Segen bedeutet, dass man mit einem guten Gefühl und geschützt nach Hause geht, zum Beispiel bei einer Beerdigung in der Kirche. 

Segen ist ein geistiger Schutz, der einen umhüllt.

Segen bekommt man zu verschiedenen Zeiten an verschiedenen Orten. Dies wird persönlich und von jedem anders empfunden. 

Segen ist Glück, nach der Geburt meine Kinder im Arm zu halten.

Segen ist ein guter Wunsch, den man für einen anderen bei Gott erbittet.

Segen ist ein Fels in der Brandung, ein Versprechen, eine Zusage Gottes.

Segen ist ein Weg für dich von Gott. 

Segen ist große Gnade von Gott.

Segen ist eine Bitte an Gott, Menschen zu unterstützen. 

 

 

 

 

 

 

« zurück