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Gartenstadt

Neuer Pfarrer


Markus Spreckelsen ist seit April Pfarrer in der Gartenstadt. Foto: privat/frei

Der neue Pfarrer in der Gartenstadt heißt Markus Spreckelsen. Seelsorge und die Arbeit für ein gutes Miteinander sind seine Schwerpunkte.

Markus Spreckelsen kam 1981 in Bonn auf die Welt, wo er auch aufwuchs. Das Interesse an Kirche weckte in ihm der Zivildienst in einer Kirchengemeinde. Anschließend studierte er Evangelische Theologie in seiner Heimatstadt Bonn, in Berlin und Wuppertal. Für das Vikariat kam er nach Rheinland-Pfalz, genauer gesagt nach Bad Kreuznach. Dort war er während des Spezialvikariats im Ausländerpfarramt tätig, wo er Einblick in die Flüchtlingsarbeit erhielt. Unter anderem organisierte er Wohnmöglichkeiten für Geflüchtete.

Von Bad Kreuznach näherte sich Markus Spreckelsen Schritt für Schritt der Vorderpfalz an: Wegen persönlicher Gründe wechselte er von der Rheinischen Landeskirche in die Pfalz. Der frisch gebackene Pfarrer war hier zunächst in Waldmohr (Kreis Kusel) tätig, später im Dekanat Bad Dürkheim-Grünstadt. Hier war er unter anderem dem Dekanat zugeordnet und für zwei Kirchengemeinden verantwortlich. Mitte April ist er ins Pfarramt Gartenstadt gewechselt. Er übernimmt die Nachfolge von Pfarrer Christoph Knack, der ab Sommer für die Evangelische Kirche Berlin-Brandenburg-schlesische Oberlausitz arbeitet. Bereits zum Jahreswechsel war Pfarrer Theo Müller in Ruhestand gegangen.

Zuhören, unterstützen und Potenziale wecken

Der Kirchengemeinde und der Stadt tritt Spreckelsen offen und neugierig gegenüber, will beides erst einmal kennenlernen. Was bewegt die Menschen hier? Was wollen sie ändern und bewegen? "Es gilt für mich erst einmal zuzuhören", sagt der junge Pfarrer. Darauf will er aufbauen und eigene Ideen einbringen. Und an Ideen mangelt es ihm nicht. Menschen zusammenzubringen – das liegt ihm am Herzen. Markus Spreckelsen würde gerne ungenutzte Potenziale wecken, etwa von Senioren. Er stellt sich vor, dass ältere Menschen mit Kita-Kindern zusammenkommen, den Kleinen vorlesen oder andersherum die Mädchen und Jungen den Senioren etwas vorsingen – sofern dies künftig wieder möglich ist. Einheimische könnten Zugezogenen die Stadt zeigen und sie auf Kirchengemeinden aufmerksam machen. Gerne unterstützt er dabei Initiativen aus dem Presbyterium, wenn beispielsweise eine Müllsammelaktion bei einem Spazierengehen geplant ist.

Gegenseitiges Verstehen wichtig

Zusammenfinden geht nicht ohne die richtigen Worte: "Es ist mein Anspruch, so zu kommunizieren, dass mein Gegenüber mich auch versteht", meint der Pfarrer. Theologie will er mit den richtigen Worten auch für all die verständlich machen, die nichts oder nur wenig mit Kirche zu tun haben. Das ist eine besondere Herausforderung, wie er etwa bei der Freiwilligen Feuerwehr in Waldmohr erfahren hat. Dort war Spreckelsen nicht nur dabei, sondern selbst als freiwilliger Feuerwehrmann mittendrin.

Der Pfarrer sucht nicht nur selbst nach richtigen Worten. Er ist ausgebildeter Mediator und möchte auch, dass sich andere untereinander verstehen. "Ich habe gelernt, dass die meisten Konflikte durch Missverständnisse entstehen", sagt er. Wenn jeder den Standpunkt des anderen nachvollziehen könne, finde man auch häufig eine gemeinsame Lösung, weiß er. Und so könne Verständnis wachsen.

Steckenpferd Seelsorge

Pfarrer Spreckelsen hat nicht nur das gute Auskommen untereinander im Blick. Ebenso geht es ihm um jeden Einzelnen. "Seelsorge ist eines meiner Steckenpferde", erklärt er. Während seiner Zeit bei der Waldmohrer Feuerwehr bildete er sich in Notfallseelsorge weiter und absolviert derzeit eine Zusatzausbildung in klinischer Seelsorge. Gerne möchte er im Kirchenbezirk Ludwigshafen in der Notfallseelsorge tätig sein. Und wenn es die Zeit erlaubt, will er auch hier in die Freiwillige Feuerwehr eintreten – aus Verantwortung und als guten handwerklichen Ausgleich. yvw

 

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