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Kirchenwahlen erfolgreich durchgeführt

Wahlbeteiligung leicht gestiegen

Seit Jahresbeginn wurden die Wahlen vorbereitet – am ersten Advent war es endlich soweit: In den 14 Kirchengemeinden des Protestantischen Kirchenbezirks Ludwigshafen wurden 127 neue Presbyterinnen und Presbyter gewählt. Insgesamt hatten sich 173 Frauen und Männer für dieses Ehrenamt beworben. 32.924 Gemeindemitglieder waren zur Wahl aufgerufen, darunter 1.743 Erstwähler ab 14 Jahren.

Corona hat vieles erschwert, zum Beispiel war dieses Mal ausschließlich Briefwahl möglich. Die Verantwortlichen hatten befürchtet, dass sich die Pandemie und die damit verbundenen Einschränkungen negativ auf die Wahlen auswirken. Dem war nicht so. In der gesamten Landeskirche und auch im Protestantischen Kirchenbezirk Ludwigshafen konnte die Wahlbeteiligung gegenüber 2014 sogar gesteigert werden. Vor sechs Jahren lag sie im Kirchenbezirk bei 20,25 Prozent, dieses Jahr bei 21,5 Prozent. Diese Steigerung um 1,25 Prozent liegt sogar über der durchschnittlichen Steigerung in der Landeskirche in Höhe von 0,8 Prozent.


Kirchenpräsident Christian Schad beim Öffnen der Stimmzettel in der Jona-Kirchengemeinde Ludwigshafen. Foto: lk/Jahn

Dabei stellt sich die Situation in den einzelnen Gemeinden sehr unterschiedlich dar. In der Innenstadt liegt die Beteiligung aufgrund einer starken Fluktuation in der Bevölkerung immer am niedrigsten: bei nur 9,3 Prozent in der Jona-Kirchengemeinde. Hingegen in Rheingönheim, dem "Spitzenreiter" in Ludwigshafen, gaben 41,2 Prozent der Wahlberechtigten ihre Stimmen ab.

Auch bei der Wahlbeteiligung der Erstwähler zeigt sich eine große Spannbreite zwischen den Wahlbezirken. Die beiden Pole heißen auch hier Jona (3,3 Prozent) und Rheingönheim (35,1 Prozent). Im Schnitt beteiligten sich 17,8 Prozent Erstwähler an den Wahlen im Kirchenbezirk.

Der Frauenanteil unter den neu Gewählten liegt mit rund 64 Prozent ein wenig höher als der der Männer. Etwa 58 Prozent der künftigen Presbyterinnen und Presbyter haben bisher schon dieses freiwillige Amt übernommen, 11 Prozent standen bereits als Ersatzmitglied zur Verfügung. Im Durchschnitt sind die neuen Ehrenamtlichen in den Presbyterien 55 Jahre alt.

Die frisch gewählten Presbyterinnen und Presbyter werden zwischen dem 19. Dezember 2020 und dem 17. Januar 2021 in einem Gottesdienst eingeführt und nehmen dann ihre Arbeit auf. Das bedeutet, sie wählen in einer der ersten Sitzungen einen Vorsitz und eine Stellvertretung, sie bestimmen die Mitglieder der Bezirkssynode und der Kita-Träger-Vollversammlung, besetzen ihre Ausschüsse und setzen sich Ziele, was sie in den kommenden sechs Jahren anpacken und erreichen wollen.

Hintergrund Presbyterium
Schon die Bibel berichtet vom Amt der „Presbyter“, das heißt „Älteste“. Heute engagieren sich in diesem Kreis ehrenamtlich auch jüngere Frauen und Männer. Alle können sich einbringen, je nach Neigung und Interesse. Ehrenamtliche Presbyterinnen und Presbyter leiten gemeinsam mit der Pfarrerin oder dem Pfarrer die Gemeinde.

 

 

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