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Voller Freude

Neuer Pfarrer in Ruchheim

Seit März 2020 hat Ruchheim einen neuen Pfarrer - Herzlicher Empfang für Seung-Min Her 

Am Sonntag, 6. September 2020 um 14 Uhr wird er in der Prot. Kirche Ruchheim ordiniert. Damit ist ihm nun auch formal die Erlaubnis der öffentlichen Wortverkündigung und Sakramentsverwaltung gegeben. 

(Eine Anmeldung ist unbedingt erforderlich!) 

 

Seung-Min Her, Sie sind der neue Pfarrer für die Protestantische Gemeinde Ruchheim. Wie gut kennen Sie Ihre neue Gemeinde schon?  

Ich kannte die Gemeinde nicht besonders gut. Doch als ich mein Gemeindevikariat in der Friedenskirche gemacht hatte, habe ich einige Gemeindemitglieder von Ruchheim kennengelernt, die in der Kantorei sangen. Wir waren auch gemeinsam auf einem Ausflug nach Oppenheim und mir ist damals schon aufgefallen, wie liebenswert und offen sie waren. Dieser Eindruck bestätigte sich für mich nach meinem Einführungsgottesdienst am Sonntag. Wir wurden als Familie sehr herzlich empfangen und wir fühlten uns prompt aufgenommen. Ein besonderes Geschenk machte uns unser Organist Herr Müller. Er spielte im Nachspiel eine Improvisation von „Arirang“, das ein koreanisches Traditionslied ist. Wir waren begeistert. 

Die Gemeinde dann besser kennen zu lernen, ist dann vermutlich nur eine Frage der Zeit...

Um die Gemeinde, aber auch Ruchheim kennenzulernen möchte ich auf Begegnungen setzen. Ich habe schon viele Einladungen zu Kreisen innerhalb der Gemeinde, aber auch außerhalb der Gemeinde bekommen und werde diese dankend annehmen. Die dörfliche Struktur ist ein großer Vorteil. Ich freue mich auf das Zusammenleben und die Begegnungen. 

Was werden die ersten Schwerpunkte Ihrer Arbeit dort sein?

Mein Anfang wird sein, die Menschen von Ruchheim kennenzulernen und ihnen zuzuhören. Ich möchte nicht einfach ein Ziel setzen, sondern der gemeinsame Austausch sollte darüber entscheiden, wie wir in Zukunft Gemeinde sein wollen. Dafür möchte ich die Menschen begeistern und motivieren mitzugestalten. 

Haben Sie sich schon konkrete Aufgaben für die ersten Wochen vorgenommen?

Meiner Meinung nach haben wir als Kirche eine tolle Infrastruktur. Manchmal ist das aber auch hinderlich, da man Angst hat, Dinge verlieren zu können. Ich denke, unser Glaube sagt uns aber da, dass wir eben mutig sein dürfen und uns nicht zu fürchten brauchen. Ich möchte motivieren und einladen, daran teilzunehmen. Daher blicke ich auch hoffnungsvoll auf die Presbyteriumswahlen dieses Jahr. Man kann dieses Amt als zusätzliche Belastung empfinden. Doch meiner Meinung nach ist es eine super Gelegenheit, für die Gemeinschaft zu denken, zu gestalten und auch Früchte zu sehen. Wir haben viel vor in Ruchheim und ich freue mich auf jeden, der sich einbringen möchte. 

Was wird sich ändern oder auch bewusst so bleiben?

Ich sehe Gemeinde als eine große Familie. Hier sollen jung und alt gemeinsam füreinander sein. Mir sind alle Menschen wichtig, doch ich sehe meine Stärke darin, besonders jungen Menschen zu begegnen. Daher möchte ich mich auch für die Jugend und junge Familien in der Gemeinde stark machen. Mein Traum ist es, eine Gemeinde zu begleiten, in der jeder und jede ihren Platz für sich sieht. 

So wie Ihnen die Gemeinde noch nicht gänzlich vertraut ist, sind Sie ja auch ein neues Gesicht für die meisten. Auf wen darf sich die Kirchengemeinde freuen?  

 

So wie Ihnen die Gemeinde noch nicht gänzlich vertraut ist, sind Sie ja auch ein neues Gesicht für die meisten. Auf wen darf sich die Kirchengemeinde freuen?  

Wir kommen als kleine Familie nach Ruchheim. Meine Frau Sunny und ich haben zwei Söhne. Daniel (2) und Yun (5). Wir lieben es zu singen und damit Gott zu loben. Das die Ruchheimer Gemeinde auch viele begeisterte Sängerinnen und Sänger hat, passt natürlich super. Wenn wir ins Pfarrhaus ziehen wird auch meine Mutter zu uns ziehen. Sie ist eine erstklassige Köchin und freut sich wenn sie Menschen bekochen darf. Die Gemeinde kann sich also auf viele Köstlichkeiten aus Korea freuen.  

Und worauf freuen Sie sich?

Wir freuen uns als Familie auf die Gemeinde und sind gespannt, wo Gott uns gemeinsam hinleitet.

 

Das Interview führte Ute Günther. 

 

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