.. Veranstaltungen heute, gestern und vorgestern.

Abschied

Wechsel an die Klinik

 

Sieben Jahre hat sie die Comeniusgemeinde in Oggersheim-West betreut. Nun ist Pfarrerin Reinhild Burgdörfer ins Saarland gewechselt. In der Universitätsklinik in Homburg arbeitet die 59-Jährige seit Anfang September als Seelsorgerin. Im Interview verrät sie, worauf sie sich am meisten freut und was sie vermissen wird. 

 

 

Frau Burgdörfer, man geht meist mit einem lachenden und einem weinenden Auge… Worauf freuen Sie sich bei Ihrer neuen Stelle?

Ich freue mich auf die Gelegenheiten, Menschen in einer besonders verletzlichen Situation Zeit und hörende Aufmerksamkeit im direkten Gegenüber schenken zu können, während ich weitgehend frei von einer Verantwortung für die Verwaltung der Klinik-Struktur bin, in der ich mich bewege.

Ich freue mich auf das Team aus fünf Kolleginnen. Zwar habe ich schon in einigen Teams gearbeitet, aber bisher in keinem reinen Frauenteam. Ich freue mich, nach knapp 20 Jahren einigen Menschen aus meinen ersten Berufsjahren wieder begegnen zu können und Neues zu entdecken, unter den Menschen und bei mir!

Was werden Sie vermissen?

Die Vielfalt der Kooperationsmöglichkeiten, die sich über die Jahre im und um das Comeniuszentrum durch die vielen verschiedenen Veranstaltungen herum entwickelt haben; die Menschen, die hier mitgedacht und angepackt haben, gerade auch in der Begleitung Geflüchteter und von Menschen mit Behinderungen und in schwierigen Lebenslagen. Ich durfte wirklich viele sehr engagierte Menschen mit einem großen Herzen kennenlernen und ein Stück Weg mit ihnen gehen und dem einen oder anderen ein bisschen was von Gottes Segen weitergeben. Wer weiß, vielleicht werden wir sogar manchmal den Trubel um das Pfarrhaus 2 vermissen, das ja auf dem Gelände des Comeniuszentrums, gegenüber dem Comeniuskindergarten und neben dem Mitmach-Garten steht.

Und was wird der Comeniusgemeinde von Ihnen in Erinnerung bleiben?

Das müssten natürlich zunächst die Menschen der Comeniusgemeinde beantworten, wobei ich ja nicht nur dort zuständig war, sondern vor allem gottesdienstlich auch in der Markus- und Jakobuskirche unterwegs war.

Ich hoffe aber, dass Sie mich meistens als einen zugewandten Menschen erlebt haben, der versucht hat, die eigenen Möglichkeiten in die vielfältigen Herausforderungen in der Kirchengemeinde und im Stadtteil einzubringen. Und dazu gehört sicher auch das Engagement, das mein Mann, Wolfgang Zimmermann, in verschiedene Arbeitsfelder verantwortlich eingebracht hat, sei es als Gemeindebriefredakteur, als Lektor und der, der sich um die eine oder andere Seite der Homepage gekümmert hat. Seine Hintergrundunterstützung für mich kann ich auch gar nicht hoch genug bewerten.

In Erinnerung wird sicher auch bleiben, dass nicht alles, was wir geplant und konzipiert haben, umgesetzt werden konnte, wie z. B. die Sanierung, der Um- und Ausbau des Comenius Nachbarschaftszentrums mit Mitteln aus dem Soziale Stadt-Programm.

In Papierform werden wir nun „in Erinnerung“ bleiben, mit der kleinen Festschrift zum 50. Jubiläum des Comeniuszentrum, die mein Mann und ich mit Grußworten von vielen anderen Menschen an Stelle der Corona-bedingt nicht zu feiernden Veranstaltungen erstellt haben.

Mein Mann und ich sind dankbar für jede gelungene Begegnung in diesen gut sieben Jahren und wo ich jemandem etwas schuldig geblieben bin, bitte ich herzlich um Verzeihung.

 

(01.09.2020, Foto: Privat)

 

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