Bestattung

Begleitung beim Abschied

Wenn ein Mensch gestorben ist, müssen Angehörige, Freundinnen, Freunde und Verwandte von ihm Abschied nehmen. Die Bestattung ist dabei der bedeutsamste, aber meist auch der schwierigste Schritt. Sie ist Zeichen des endgültigen Abschieds von dieser Welt.

Rose und Kerze. Foto: Pixabay/Myriams-Fotos

Von Anfang an hat die Kirche ihre Toten zur letzten Ruhe geleitet. Im Mittelpunkt des Bestattungsgottesdienstes steht die Verkündigung des Evangeliums an die Lebenden. Im Vertrauen auf Jesu Auferstehung glauben wir, dass der Tod nicht das Ende ist. Auch wenn wir über ein Leben nach dem Tod nichts wissen können, hat diese Gewissheit Christinnen und Christen zu allen Zeiten Trost und Zuversicht gegeben.

Trauern ist eine ganz persönliche Angelegenheit und braucht Zeit. Die Beschäftigung mit dem Tod hilft, die eigene Begrenztheit, Verletzlichkeit und Endlichkeit wahrzunehmen. Nicht immer sterben Menschen "alt und lebenssatt". Unfälle oder Krankheiten reißen Kinder und Erwachsene mitten aus dem Leben, Eltern müssen Abschied nehmen von ihrem tot geborenen Kind. Wir helfen Ihnen gerne, wenn Sie auf der Suche nach Gruppen für trauernde Angehörige sind. Hier können Erfahrungen ausgetauscht werden. Und natürlich bieten auch wir Ihnen Begleitung an.

Wenn der Tod naht

Meistens ist erkennbar, wenn sich das Leben dem Ende neigt. Die letzten Tage oder Stunden sind schwer und machen vielleicht auch Angst. In dieser Situation wollen wir als Kirche für Sie da sein, möchten Ihnen beistehen, gut und in Würde Abschied nehmen zu können. Wenn gewünscht kommen wir ans Sterbebett und begleiten Sie und Ihre Angehörigen.

Blumenschmuck auf Bestattungsauto: Pixbay/keesluisingWas ist zu tun, wenn jemand verstorben ist?

In der Regel benachrichtigen Angehörige ein Beerdigungsinstitut, das sich um die Beisetzung kümmern soll. Meist muss schon bald entschieden werden, wann und wie die Beisetzung stattfinden soll – ob als Erdbestattung oder Urnenbeisetzung, ob als Trauerfeier mit späterer Urnenbeisetzung auf dem Friedhof oder in einem Friedwald oder als kurze rituelle Beisetzung ohne Nutzung der Trauerhalle. Es ist gut, sich möglichst früh darüber klar zu werden, welche Bestattungsform gewünscht ist und dies am besten auch im Kreis der Angehörigen zu besprechen. Seitens der Kirche sind wir der Überzeugung, dass es gut ist, einen Ort der Trauer zu haben, den man aufsuchen, am dem man sich des/der Verstorbenen erinnern, sich nah fühlen kann.

Was geschieht vor der Beerdigung?

Der Beerdigung geht ein Trauergespräch mit den Angehörigen voraus. Hier finden Trauer, Erinnerung und persönliche Fragen ihren Platz. Für Pfarrerinnen und Pfarrer ist es wichtig, etwas aus dem Leben des oder der Verstorbenen zu erfahren, vor allem, wenn es zu Lebzeiten keinen Kontakt gab. Das Trauergespräch ist ein seelsorgerliches Gespräch. Nicht alles, was hier gesprochen wird, wird in die Trauerfeier einfließen. Hier kann auch vereinbart werden, wie die Bestattungsfeier gestaltet werden soll. In diesem Gespräch können Sie dann auch Musikwünsche und einen Text für die Ansprache klären.

Eine Broschüre mit weiteren Informationen können Sie unter www.evkirchepfalz.de herunterladen (PDF).

Welcher Pfarrer oder welche Pfarrerin ist zuständig?

Die Zuständigkeit für die jeweilige Trauerfeier ist in der Evangelischen Kirche geregelt: Grundsätzlich ist der Pfarrer oder die Pfarrerin des Wohnorts der/des Verstorbenen zuständig. Viele Kirchengemeinde arbeiten seit einiger Zeit eng zusammen und vereinbaren sogenannte "Amtswochen", in denen eine Pfarrperson für die Beerdigungen mehrerer Gemeinden zuständig ist. Wenn möglich werden besondere Wünsche der Angehörigen berücksichtigt. Nach der Benachrichtigung durch das Beerdigungsinstitut setzt sich die betreffende Pfarrperson – soweit möglich – im Laufe eines Tages mit den Angehörigen in Verbindung. Wir vereinbaren dann einen Gesprächstermin mit Ihnen, bei dem wir in aller Ruhe alles besprechen.

Grab mit Engelfigur. Foto: Pixabay/congerdesignWas kostet eine Beerdigung?

Für den Dienst des Pfarrers oder der Pfarrerin bei einer Beerdigung gibt es keinerlei Gebühren.

Wer kann evangelisch bestattet werden?

Alle, die Mitglieder der evangelischen Kirche sind. Die Beerdigung von Menschen, die keiner oder einer anderen Kirche angehören, ist nur im Ausnahmefall möglich. Dafür bedarf es einer vorherigen Abstimmung.

Seelsorgegespräche stehen allen Menschen offen.

Wir nehmen uns gerne Zeit für Sie!

Wünschen Sie ein Gespräch oder einen Besuch von uns – auch unabhängig von einem Todesfall –, rufen Sie gerne an. Unsere Adressen und Telefonnummern finden Sie auf der Kontaktseite.

Kontakt

Prot. Dekanat Ludwigshafen
Lutherstraße 14
67059 Ludwigshafen
Tel. 0621 52058 - 24
Fax 0621 52058 – 50
E-Mail dekanat.ludwigshafen@evkirchepfalz.de

Auf unserer Startseite können Sie herausfinden, zu welcher Gemeinde Sie gehören und erhalten Informationen zu den einzelnen Gemeinden: ekilu.de, "Wohin gehöre ich?"

Fotos:
Rose und Kerze: Pixabay/Myriams-Fotos
Blumenschmuck auf Bestattungsauto: Pixbay/keesluising
Grab mit Engelfigur: Pixabay/congerdesign