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"Was uns bleibend trennt"

Ökumenisches Gespräch

Darfst du das?“Bild: Brigitte Deiters

Diese Frage stand ganz am Anfang im Raum bei der ökumenischen Veranstaltung „Was uns bleibend trennt“. Wieviel Freiheit habe ich – und brauche ich? Welche Regeln müssen weiter gelten, weil jede Religion, jede Konfession davon lebt, dass sie Grenzen hat, über die sie sich definiert. Wo sind die roten Linien, die wir nicht überschreiten können – oder wollen? Was trennt uns, auch 2017, im Jahr des Reformationsjubiläums, noch als katholische Kirche und evangelischen Kirchen?

20 Menschen waren trotz der Sommerhitze in die Schlossschänke des katholischen Pfarrzentrums Adolf Kolping in Oggersheim gekommen, um etwas darüber zu hören. Es sei doch nur ehrlich, so leitete der Moderator Uwe Burkert, Diözesanbeauftrager für die katholische Rundfunkarbeit ein, auch genau darüber zu sprechen, um zu sehen, wie weit man auf dem Weg ist. Natürlich war an diesem Abend keine tiefgehende theologische Diskussion um die bekannten trennenden Themen zu erwarten. Dekanin Barbara Kohlstruck (prot.) und Dekan Alban Meißner (kath.) versuchten dennoch, deutlich zu machen, dass bei allen beiderseitigen Wünschen nach Annäherung auch die theologische Diskussion im Mittelpunkt stehen müsse. Zwar könne man die Bedeutung und Geltung von Lehraussagen in Frage stellen, dennoch haben auch „Regeln“ zu gelten. Ob nun bei der Frage nach einem gemeinsamen Abendmahl oder dem Priesteramt, deutlich wurde, dass die Entscheidungen darüber anderswo fallen werden. Am schmerzhaftesten zeigte sich dies dann im Gespräch über die Rolle der Frau in der katholischen Kirche.

Wie nahe sich aber die Basis oft ist, machten vor allem die beiden Nicht-Theologinnen, Hede Metz (kath.) und Daniela Beisel (prot.) immer wieder deutlich. So kam man in der Diskussion dann auch schnell auf persönliche Wahrnehmungen zu sprechen, zeigte, wieviel man doch eigentlich in den letzten Jahrzehnten schon voneinander gelernt habe. Schon der wertschätzende Ton, in dem miteinander gesprochen wurde, machte das deutlich. Am Ende hatte man fast den Eindruck, dass doch alle viel lieber über das sprechen, was sie verbindet, als die – definitiv noch bestehenden Trennungen – zu betonen.

Gemeinsam war dann auf jeden Fall der gesungene Ton, Dekanatskantor Georg Treuheit rahmte den Abend und brachte überkonfessionell die Versammelten "tonlich" zueinander.

Lesen Sie auch den Kommentar auf der Website des katholischen Dekanats.

[Text: Pfarrer Götz Geburek; Bild: Brigitte Deiters]

 

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